Strategien für binäre Optionen

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Mit den Strategien ist es so eine Sache. DIE Strategie wird es wohl kaum geben. Wenn es DIE Strategie geben würde, dann gäbe es keine Verlierer und der Handel mit binären Optionen würde nicht funktionieren, da wohl kein Broker aus Nächstenliebe Geld ausschüttet, welches durch fehlende Verlusttrades der Händler nicht zur Verfügung steht.

Das Netz ist voll von Strategieideen. Die einen verwechseln binäre Optionen mit Roulette und handeln ausschliesslich mit Bollinger Bänder (Chart-Indikator). Bei Verlusttrades verdoppeln sie die Einsätze und man muss kein Mathematikgenie sein, um zu spüren, dass diese Strategie massiv ins Auge gehen kann.

Andere wiederum preisen sogenannte Hütchen-Techniken an und glauben erklären zu können, dass man damit im Nu Millionär wird. Alle angepriesenen Strategien können sogar funktionieren - wahrscheinlich aber eher kurzfristig. Es gibt nur eine Strategie – DIE EIGENE!

Selbstverständlich wirst Du Dir Ideen holen und vernünftig klingende Strategien nachtraden. Dagegen spricht nichts. Allerdings spielen unglaublich viele zusätzliche Indikatoren in jede „fremde“ Strategie.
Hinter jeder Strategie stecken nebst vermeintlich logischen Indikatoren, Chartformationen und anderen erklärbaren Fakten viele Nuancen, welche die Strategie erfolgreich gestalten – oder eben nicht.

Vielleicht erzielt der eine Händler tatsächlich und alleine nur mit der Beobachtung der Bollinger Bänder gute Erfolge. Jedoch beobachtet dieser ebenfalls die Optik der Kerzen, handelt nur oder ausschliesslich bullish, dies nur am Montag und am Freitag, während 13:30 bis 15:00 Uhr und grundsätzlich nur auf das Währungspaar EUR/GBP? Du siehst, es spielen unendlich viele Faktoren mit, und exakt für diese solltest Du Dein eigenes System entwickeln.

Ich kenne keinen seriösen Trader, welcher nicht mindestens ein oder sogar mehrere Jahre benötigte, um die Aussage „langfristigen Erfolg“ und „Börsenhandel“ in demselben Satz zu nennen wagt.

Vergiss also die Illusion, dass Du nach ein paar Tagen oder Wochen ein erfolgreicher Trader bist. Du wirst unweigerlich diverse Konten versenken, der Mut wird dich temporär verlassen, die Motivation und Geduld wird sich einstweilen in Luft auflösen und exakt dann wird sich zeigen, ob Du das Zeug hast, um ein erfolgreicher Trader zu werden. Denn beschriebene Szenarien haben alle Trader erlebt und tun dies teilweise auch nach Jahren noch – wenn sie denn ehrlich sind ;-). Mit dem Unterschied, dass sie sich nur einen Bruchteil der Zeit von ihren Emotionen vereinnahmen lassen, als dies der „Einsteiger“ tut.

Wenn der Profi auf einen erfolgreichen Tag zurückblickt, fragt er sich, ob er alles richtig gemacht hat. Wenn er auf einen Tag mit Verlusten zurückblickt, fragt er sich exakt dasselbe. Schlussendlich ist der Verlust nicht wirklich dramatisch, wenn alle Kriterien und eigenen Regeln eingehalten worden sind. Das kann‘s einfach geben!

Der Anfänger hingegen glaubt nach einem Tag auf der Gewinnerstrasse, dass er den Markt geknackt hat, fühlt sich unbesiegbar, sieht bereits Millionen auf dem Konto und schwebt einige Zentimeter über dem Boden. Nach einem Tag mit Verlusten kommt dann aber sogleich das Versagergefühl hoch, dass eh alles keinen Sinn macht, dass die Börse und/oder der Broker betrügen und dass das doch alles gar nicht sein kann.

An dieser Stelle möchte ich Dir die beiden Basis-Strategien vorstellen.


Die Trendfolgestrategie


Die wahrscheinlich am häufigsten genutzte binäre Optionen Strategie ist die Trendfolgestrategie. Wir suchen einen stabilen Trend und gehen davon aus, dass sich dieser weiter fortsetzen wird. In der Trendfolge bieten sich oft viele Einstiegspunkte. Der Trend wird teilweise von Flaggen unterbrochen. Flaggen sind kurze Trendumkehrungen. Ein Aufwärtstrend wird regelmässig von kurzen Abwärtsbewegungen (Flaggen) unterbrochen. Diese können oftmals als Bestätigung angesehen werden, dass der Trend weiter steigt. Die Trendfolgestrategie bietet sich gerade für Einsteiger an.

 

Die Trendumkehrstrategie

Im Gegensatz zur Trendfolgestrategie steigen wir bei der Trendwendestrategie exakt dann in den Markt ein, wenn wir davon ausgehen bzw. unsere Kerzen die Signale liefern, dass der Trend in Kürze die Richtung wechseln wird. Dies erkennen wir z.B., wenn und der Markt einen Überverkauf oder einen Überkauf anzeigt und die Kerzen ein klassisches Umkehrsignal formieren.

Als Unterstützung bieten viele Broker Livecharts mit verschiedenen Indikatoren, welche dabei helfen die Charts zu interpretieren. Und vergiss nicht immer ein Trading-Tagebuch zu führen. Das ist enorm wichtig!